Bildquelle: „KI-generiertes Bild mit OpenAI DALL·E“
Manchmal entstehen gute Gedanken nicht im Büro.
Sondern am Wochenende.
Wenn es draußen kalt ist und drinnen der beste Ort.
So ging es mir bei einer Dokumentation über Schweden und Norwegen.
Keine Hochglanzbilder. Keine Zukunftsversprechen.
Einfach Alltag.
Und genau dieser Alltag war bemerkenswert.
Viel Wasser. Viel Strom. Klare Zusammenhänge.
In Skandinavien wird Wasserkraft konsequent genutzt.
Nicht als Pilot. Nicht als Projekt. Sondern als Grundlage.
Viel Wasser → viel Strom → stabile Erzeugung.
Das Ergebnis ist kein Marketingargument, sondern Alltag:
- Strom ist verfügbar
- Strom ist vergleichsweise günstig
- Elektrische Anwendungen sind selbstverständlich
Nicht, weil jemand überzeugt werden musste.
Sondern weil es funktioniert.
Eine Fähre, die zeigt, was Digitalisierung leisten kann
In der Dokumentation fuhr eine rein elektrische Fähre durch einen Fjord.
Groß. Schwer. Voll mit Autos.
Was auffiel:
- keine Abgase
- kein Lärm
- kein Ticketziehen
- kein Anmelden
Autos fahren auf die Fähre.
Kennzeichen werden erfasst.
Beim Verlassen wird automatisch abgerechnet.
Digitalisierung als Entlastung. Nicht als zusätzlicher Prozess.
Strom im Überfluss verändert Verhalten
Weil Strom verfügbar und bezahlbar ist:
- fahren viele Menschen elektrisch
- wird Infrastruktur angenommen
- entstehen keine Rechtfertigungsdebatten
Technik, Preise und Alltag greifen ineinander.
Unaufgeregt. Funktional.
Der Blick nach Hause
Währenddessen kam mir ein Gedanke.
Auch bei uns:
- gibt es Wasserkraft
- gibt es Erfahrung
- gibt es Infrastruktur
Die Frage ist nicht:
„Warum sind die weiter?“
Sondern:
„Wo greifen unsere Themen heute noch nicht sauber ineinander?“
Erst vor kurzem habe ich auf einem Spaziergang entlang der "kalten Bode" im Ostharz ein großes Hinweisschild gesehen, auf dem Stand, dass schon seit 2003 hier aus Wasserkraft "grüner Strom" gewonnen wird und in das Netz eingespeist wird. Das ist doch ein guter Anfang und klasse. Leider wirkte es so, als ob zumindest an dieser Stelle der kalten Bode schon Schluss war... Skandinavien zeigt wie es weiter gehen kann....
Und genau hier wird es interessant – nicht nur für die Energieerzeugung,
sondern auch für den kaufmännischen Alltag.
Der Transfer: Entlastung statt zusätzliche Arbeit
Was in der Dokumentation sichtbar wurde, ist kein Technologie-Thema.
Es ist ein Entlastungs-Thema.
Überall dort, wo:
- Prozesse einfach sind
- Verantwortung klar ist
- Technik Arbeit abnimmt
entsteht Akzeptanz.
Das gilt für Fähren.
Und es gilt genauso für Excel.
Ein ehrlicher Filter
Dieser Beitrag richtet sich nicht an alle Stadtwerke.
Wenn Excel bei Ihnen:
- keine Rolle spielt
- stabil läuft
- keine Abhängigkeiten erzeugt
dann ist dieser Gedanke vermutlich nicht relevant.
Wenn Excel jedoch:
- an einzelnen Köpfen hängt
- Zeit im Controlling frisst
- „irgendwie läuft“, aber nicht sauber
- durch neue Anforderungen (Automatisierung, KI, Transparenz) unter Druck gerät
dann lohnt sich ein genauerer Blick.
Nicht auf Skandinavien.
Sondern auf die eigenen Zusammenhänge.
Fazit
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus Skandinavien ist keine technische.
Sie lautet:
Wenn Dinge zusammenpassen, werden sie selbstverständlich.
- Stromerzeugung
- Digitalisierung
- Alltag
- Entlastung
Transformation entsteht nicht durch mehr Projekte.
Sondern durch weniger Reibung.
Und manchmal beginnt sie genau dort,
wo man aufhört, alles erklären zu wollen –
und anfängt, Arbeit leichter zu machen.
Schluss
Wir arbeiten mit Stadtwerken,
bei denen Excel im Alltag wirklich eine Rolle spielt.
Nicht als Schulungsthema.
Sondern als operativer Engpass.
Wenn Excel bei Ihnen aktuell kein Thema ist,
sind wir vermutlich nicht der richtige Partner.
Wenn doch, geht es nicht um Lernen um des Lernens willen,
sondern um Entlastung, Klarheit und Verantwortung im Arbeitsalltag.
Herzliche Grüße
Ralf Greiner
ralfgreiner – einfach leichter arbeiten.
